Veröffentlicht, 19. May 2026

PHOENIQS übernimmt neues Souveränes AI-Rechenzentrum in uptownBasel

Ein wichtiger Meilenstein für die KI-Infrastruktur der Schweiz wird bei uptownBasel Realität. In einer symbolischen Übergabezeremonie übergab Hans-Jörg Fankhauser, Innovator und treibende Kraft hinter uptownBasel, die neue KI-Rechenzentrumsumgebung offiziell an das PHOENIQS-Führungsteam, vertreten durch Angel Nunez, Carla Bünger und Stefan Taroni.

PHOENIQS Managementteam

Carla Bünger (PHOENIQS), Angel Nunez (PHOENIQS), Hans-Jörg Fankhauser (FANKHAUSER) und Stefan Taroni (PHOENIQS)

Die neue Anlage, die gemeinsam mit Dell Technologies entwickelt und in das Pioneer-Gebäude in uptownBasel integriert wurde, stellt einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer KI-Infrastruktur auf Unternehmensebene dar, die vollständig unter schweizerischer Gerichtsbarkeit betrieben wird.

Mehr als nur eine weitere Recheninfrastruktur – dieses Projekt stellt eine strategische Investition in die digitale Zukunft der Schweiz dar. Die neue Infrastruktur ermöglicht es Unternehmen, künstliche Intelligenz sicher, effizient und unabhängig zu skalieren – ohne auf Hyperscaler-Umgebungen angewiesen zu sein oder kritische Workloads ausländischen Rechtsrahmen auszusetzen.

Im Zentrum des Einsatzes steht die AI-Supercomputerplattform, die leistungsstarke KI-Funktionen bietet, die für Unternehmens-Workloads, staatliche Operationen und zukunftsfähige Innovationen optimiert sind.

KI-Infrastruktur ist mehr als nur GPUs

Moderne GPUs stehen zwar oft im Mittelpunkt der Diskussionen um KI-Infrastruktur, doch die Rechenschicht selbst ist nur ein Teil des Ganzen. Häufig unterschätzt wird die massive Betriebsinfrastruktur, die für moderne KI-Systeme erforderlich ist.

Hochdichte KI-Umgebungen erfordern völlig neue Standards für Kühlung, Stromverteilung, Ausfallsicherheit und Betriebstechnik. Die eigentliche Herausforderung besteht nicht nur darin, KI-Leistung zu generieren, sondern diese auch zuverlässig, sicher und effizient in großem Umfang aufrechtzuerhalten.

In der neuen PHOENIQS AI-Einrichtung in uptownBasel wird diese Herausforderung durch eine hochentwickelte Infrastrukturumgebung bewältigt, die speziell für den Einsatz von KI in Unternehmen konzipiert wurde.

Rechenzentrum uptownBasel

Fortschrittliche Kühlung für KI-Workloads mit hoher Dichte

Die Anlage nutzt ein hochdichtes Kaltwasserkühlsystem von Vertiv und STULZ, um den thermischen Anforderungen der KI-Rechenleistung der nächsten Generation gerecht zu werden.

Wasserbasierte Kühlgeräte führen die Wärme direkt auf Rack-Ebene ab, während kalte Luft über ein Unterflursystem im Rechenzentrum verteilt wird. Die Luft absorbiert die von den Systemen erzeugte Wärme, bevor sie in einen kontrollierten Kühlkreislauf zurückgeführt wird.

Diese Architektur schafft eine hocheffiziente und robuste Kühlumgebung mit deutlich höherer Energieeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen Kühlsystemen. Sie gewährleistet zudem die für umfangreiche KI-Workloads und den kontinuierlichen Unternehmensbetrieb erforderlichen stabilen Betriebsbedingungen.

Fortschrittliche Kühlung für KI-Workloads mit hoher Dichte

Energieinfrastruktur für KI im großen Massstab

Ebenso wichtig ist die Energieinfrastruktur, die dem System zugrunde liegt.

Moderne KI-Systeme benötigen beachtliche und hochstabile Energiekapazitäten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, betreibt der uptownBasel Campus eine großflächige Energiearchitektur, die speziell für leistungsstarke digitale Infrastrukturen entwickelt wurde.

Zwei große Transformatoren, die jeweils mit 40 MV betrieben werden, reduzieren die von Swissgrid AG und Primeo Netz AG gelieferte Eingangsspannung von 145.000 Volt auf 20.000 Volt. Auf dem gesamten Campus verteilen über 30 weitere Transformatoren den Strom lokal mit 400 Volt an die einzelnen Betriebsbereiche.

Diese Infrastruktur gewährleistet eine stabile und hochverfügbare Stromversorgung auch unter KI-Workloads und Spitzenlastbedingungen.

Die entstehende Abwärme geht nicht verloren. Stattdessen wird sie zur Beheizung des umliegenden Campus genutzt und in das Fernwärmenetz der Primeo Wärme AG eingespeist, wodurch ein nachhaltigeres und energieeffizienteres KI-Ökosystem entsteht.

Energieinfrastruktur für KI im großen Maßstab

Souveräne KI-Infrastruktur aus der Schweiz

Für PHOENIQS stellt die neue Einrichtung weit mehr als nur technische Kapazität dar. Sie spiegelt eine umfassendere Vision von digitaler Souveränität, vertrauenswürdiger KI und unabhängiger Infrastruktur wider.

Organisationen in ganz Europa stehen zunehmend vor der Herausforderung, KI zu skalieren und gleichzeitig die volle Kontrolle über ihre Daten, Modelle, ihr geistiges Eigentum und ihre Betriebsumgebungen zu behalten. Viele bestehende KI-Plattformen basieren auf Hyperscale-Architekturen, die rechtliche, betriebliche und geopolitische Abhängigkeiten mit sich bringen.

PHOENIQS begegnet dieser Herausforderung mit einem vollständig souveränen KI-Stack, der in der Schweiz betrieben wird und auf Sicherheit, Compliance, Transparenz und operative Unabhängigkeit ausgelegt ist.

Die Infrastruktur ermöglicht es Unternehmen, Arbeitsabläufe zu modernisieren, Kosten zu optimieren und Innovationen zu beschleunigen, während sie gleichzeitig die volle Kontrolle darüber behalten, wo Systeme ausgeführt werden, wie Daten verarbeitet werden und unter welcher Gerichtsbarkeit die Geschäftstätigkeit geregelt ist.

Ermöglichung des offenen KI-Ökosystems der Schweiz

Zusätzlich zu dieser souveränen Infrastruktur stellt PHOENIQS Organisationen auch Apertus zur Verfügung – das offene große Sprachmodell der Schweiz.

Apertus wurde von der ETH Zürich, der EPFL und dem Schweizerischen Nationalen Supercomputing-Zentrum entwickelt und stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer offenen, transparenten und souveränen KI-Entwicklung in der Schweiz dar.

Durch die Kombination souveräner Infrastruktur mit offenen KI-Modellen ermöglicht PHOENIQS Organisationen den Einsatz von KI-Systemen mit einem deutlich höheren Maß an Vertrauen, Transparenz und operativer Kontrolle.

Eine Grundlage für die nächste Generation von KI in Unternehmen

Das KI-Rechenzentrum in uptownBasel beweist, dass souveräne KI kein theoretisches Konzept mehr ist – sie wird zur operativen Realität.

Da Unternehmen KI zunehmend als kritische Infrastruktur anerkennen, wird die Bedeutung sicherer, ausfallsicherer und souveräner Rechenumgebungen weiter zunehmen. Projekte wie dieses schaffen die technologische Grundlage, die für eine verantwortungsvolle Skalierung von KI erforderlich ist und gleichzeitig Vertrauen, Kontrolle und Unabhängigkeit wahrt.

Mit der neuen KI-Infrastruktur im uptownBasel trägt PHOENIQS dazu bei, genau diese Grundlage für die Schweiz und darüber hinaus zu schaffen.